Aktuelle Gruppentherapien
Traumasensible systemische Gruppentherapie
“Wenn innere Muster erkannt und verstanden werden, entsteht Raum für Veränderung.”
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✹ Eine Beschreibung der verwendeten Methoden mit kurzen Beispielen finden Sie weiter unten auf dieser Seite
Im Mittelpunkt steht das Verstehen innerer Zusammenhänge: Wie haben sich bestimmte Gefühle, Symptome, Überzeugungen oder Verhaltensmuster entwickelt, und wodurch werden sie heute aufrechterhalten?
Gemeinsam schauen wir auf die Erfahrungen und familiären Prägungen, in denen sich diese Muster gebildet haben. Aus einer systemischen Perspektive werden Zusammenhänge sichtbar, die im Alltag oft unbewusst wirken.
Die Gruppenarbeit ist erfahrungsorientiert und verbindet psychoedukative Impulse mit praktischer therapeutischer Arbeit, darunter beziehungsorientierte Traumaarbeit, Psychodrama, die Arbeit mit inneren Anteilen sowie Elemente aus systemischen Aufstellungen. Die Gruppe arbeitet bewusst in die Tiefe. Wenn starke Gefühle oder innere Spannungen auftauchen, werden sie haltgebend begleitet und gemeinsam eingeordnet. Ziel ist es, einen sicheren Rahmen für Selbsterkenntnis, neue Perspektiven und korrigierende emotionale Erfahrungen zu schaffen.❖ Die Gruppe orientiert sich an einem therapeutischen Gruppenkonzept aus meiner langjährigen Arbeit in der Heiligenfeld Klinik.
Für wen ist die Gruppe geeignet?
Die Gruppe richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Die Gruppe bietet Raum für Themen wie:
• Selbstwertthemen und Selbstzweifel
• Schwierigkeiten mit Nähe, Distanz und Abgrenzung
• Ängste, innere Anspannung oder Erschöpfung
• depressive Verstimmungen, emotionale Überforderung oder innere Leere
• überhöhte Leistungsansprüche und ständiges Funktionieren
• Beziehungs- und Bindungsthemen (z. B. Angst vor Nähe oder Verlassenwerden, Rückzug in Beziehungen, starke Anpassung)
• ungelöste familiäre Konflikte
• belastende Beziehungserfahrungen in der Herkunftsfamilie oder schwierige Beziehung zu Eltern oder Geschwistern
• psychosomatische Beschwerden (z. B. Schlafstörungen)Rahmen & Ablauf
Geschlossene therapeutische Gruppe mit max. 7 Teilnehmenden.
Zweiwöchentliche Sitzungen dienstags und/oder donnerstags, 18:00–20:00 Uhr (inkl. Pause).
Unverbindlicher Kennenlerntermin:
• Donnerstag, 05.03., 18:00–20:00 Uhr
In diesem Termin lernen Sie die Gruppe, die Arbeitsweise und mich kennen.
❖ Wir beginnen mit kleinen, angeleiteten therapeutischen Übungen, die einen ersten Einblick in die Arbeitsweise geben.Kosten: 40 €
Verbindliche Gruppentermine:
Start: Di., 17.03. oder Do., 19.03.
Zweiwöchentlich bis 09.06. bzw. 11.06.
Kosten: 55 € pro Termin, entspricht 110 EUR pro Monat; Abrechnung monatlich per Rechnung.
Nach Abschluss aller Anmeldungen wird entschieden welcher Starttermin zustande kommt.
Rahmenbedingungen
Die Teilnahme an der Gruppe setzt eine ausreichende emotionale Stabilität voraus. Für alle Teilnehmenden gilt eine verbindliche Schweigepflicht über persönliche Inhalte, Erfahrungen und Prozesse, die innerhalb der Gruppe geteilt werden. Schweigepflicht wird zu Beginn schriftlich vereinbart.
Fragen oder Unsicherheiten? Schreiben Sie mir gerne.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie ein Stück auf Ihrem Weg zu begleiten.
Anmeldung per E-Mail oder telefonisch (z.B. per Whatsapp): 015237317157
Die verwendeten Methoden im Überblick
Psychodrama
ist eine Methode, bei der zwischenmenschliche Situationen dargestellt werden, anstatt sie nur zu besprechen. Dadurch werden Gefühle und Muster klarer erkennbar und können aus einer neuen Perspektive erlebt werden.
Beispiel:
Ein Teilnehmer erlebt immer wieder, dass er in Konflikten verstummt und sich später ärgert, nichts gesagt zu haben. In der Gruppe kann eine solche Situation mit Unterstützung nachgestellt werden; zum Beispiel übernimmt ein anderes Gruppenmitglied die Rolle der Gesprächspartnerin oder des Vorgesetzten.
Dabei können Fragen entstehen wie:
Was genau passiert in diesem Moment in Ihnen?
Welche Gedanken tauchen auf?
Wo im Körper spüren Sie etwas?
Was würden Sie eigentlich gerne sagen?
Durch das szenische Darstellen wird erfahrbar, was innerlich abläuft. Anschließend können alternative Reaktionen ausprobiert werden, z. B. klarer zu sprechen oder eine Grenze zu setzen. Die Szene wird gemeinsam reflektiert und achtsam begleitet. Es geht dabei nicht um Schauspiel, sondern darum, innere Prozesse besser zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten in einem sicheren Rahmen zu erproben.
Arbeit mit inneren Anteilen
geht davon aus, dass wir unterschiedliche innere Persönlichkeitsanteile in uns tragen, die jeweils eigene Bedürfnisse, Gefühle und Schutzstrategien haben.
Oft zeigen sich diese Anteile in Form von inneren Konflikten oder Ambivalenzen; z. B. wenn ein Teil sich nach Nähe sehnt, während ein anderer Teil Distanz halten möchte. Beide Anteile verfolgen dabei meist eine sinnvolle Schutzfunktion, auch wenn sie sich widersprüchlich anfühlen.
Beispiel:
Eine Teilnehmerin wünscht sich eine verbindliche Partnerschaft. Gleichzeitig zieht sie sich zurück, sobald es ernst wird. In der gemeinsamen Arbeit kann sichtbar werden, dass ein Anteil sich nach Verbundenheit sehnt, während ein anderer Anteil vor erneuter Verletzung schützen möchte.
Typische Fragen können sein:
Welcher Anteil meldet sich gerade besonders stark?
Wovor möchte dieser Teil schützen?
Was würde er brauchen, um sich sicherer zu fühlen? Ziel ist es, die unterschiedlichen Anteile in einen konstruktiven Dialog zu bringen und sie schrittweise zu integrieren.
Systemische Aufstellungen
sind eine Methode, um Beziehungsdynamiken und innere Zusammenhänge sichtbar und erfahrbar zu machen. Dabei werden relevante Personen, Beziehungskonstellationen oder auch innere Anteile räumlich im Raum dargestellt.
Der Prozess beginnt mit einem kurzen Vorgespräch:
Die teilnehmende Person beschreibt ihr Anliegen; zum Beispiel wiederkehrende Konflikte, ein Gefühl von Druck oder eine schwierige Entscheidung. Gemeinsam wird geklärt, welche Personen oder inneren Aspekte für das Thema bedeutsam sind.
Anschließend werden diese Elemente im Raum mithilfe anderer Gruppenmitglieder als Stellvertreter oder durch symbolische Markierungen positioniert. Entscheidend ist dabei die Wahrnehmung:
Wie fühlt es sich an, an dieser Position zu stehen?
Wo entsteht Nähe oder Distanz?
Wo zeigt sich Spannung im Körper?
Was verändert sich, wenn sich die Anordnung verschiebt?
Durch die Darstellung im Raum werden oft unbewusste Muster sichtbar ; etwa Loyalitäten, innere Konflikte oder verdeckte Erwartungen. Im weiteren Verlauf können neue Positionierungen ausprobiert werden: zum Beispiel eine klarere Abgrenzung, mehr Distanz oder eine stärkere innere Ausrichtung.
Veränderungen im Raum führen häufig auch zu einer veränderten inneren Wahrnehmung. Die Aufstellung wird dabei kontinuierlich begleitet, reflektiert und eingeordnet.
Ziel ist es, Zusammenhänge verständlicher zu machen und neue, stimmigere Perspektiven im Umgang mit Beziehungen oder inneren Konflikten zu entwickeln.
Beziehungsorientierte Traumaarbeit
geht davon aus, dass belastende Erfahrungen häufig im zwischenmenschlichen Kontext entstanden sind, etwa durch wiederholte Zurückweisung, emotionale Unsicherheit oder fehlende Verlässlichkeit. Entsprechend geschieht Verarbeitung nicht isoliert, sondern in einem sicheren und tragfähigen Beziehungserleben.
Beispiel:
Ein Teilnehmer reagiert in bestimmten Situationen sehr empfindlich auf Kritik und erlebt intensive Scham oder inneren Rückzug. In der Gruppe kann behutsam erkundet werden, welche früheren Beziehungserfahrungen damit verbunden sein könnten. Darauf aufbauend kann eine Übung entstehen, in der andere Gruppenmitglieder bewusst anders reagieren, als es die Person vielleicht aus früheren Erfahrungen kennt; z. B. klar, zugewandt und haltgebend statt abwertend oder distanziert.
Durch diese neue Beziehungserfahrung kann das Nervensystem lernen, dass Kontakt auch sicher und unterstützend sein kann. So entstehen schrittweise neue innere Muster von Stabilität und Vertrauen.
Ziel ist es nicht, belastende Situationen erneut durchzuleben, sondern in einem geschützten Rahmen korrigierende und stabilisierende Erfahrungen zu ermöglichen.
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Therapiegruppe für Essstörungen
In Kooperation mit Waagnis RegensburgDiese Therapiegruppe richtet sich an Menschen, die unter Essstörungen wie Bulimie, Anorexie oder Binge Eating leiden. Die Gruppe bietet einen sicheren und unterstützenden Raum, um gemeinsam an den individuellen Herausforderungen zu arbeiten.
Inhalte und zeitlicher Rahmen werden aktuell in Vorgesprächen abgestimmt. Bei Interesse können Sie sich gerne unverbindlich melden.
Format: Geschlossene Gruppe
Workshops im Rückblick
Selbstwert-Reise: Werde die beste Version von dir
In diesem 2-tägigen Workshop werden wir gemeinsam die Säulen des Selbstwerts erkunden und Methoden erlernen, um Ihre inneren Überzeugungen zu hinterfragen.
Durch verhaltenstherapeutische Reflexionsübungen werden Sie lernen, woher Ihre Glaubenssätze stammen und wie Sie diese verändern können. Diese Übungen werden durch die Methoden des verbundenen Atems und der Rückführungstherapie nach Carl Gustav Jung vertieft, sodass Sie nicht nur an der Oberfläche arbeiten, sondern auch in tiefere Schichten Ihres Selbst eintauchen können.
Viele Menschen kämpfen mit Selbstwertproblemen, die sich in Selbstzweifeln, Angst vor Ablehnung und dem ständigen Vergleich mit anderen äußern. Diese inneren Kämpfe hindern uns daran, unsere Ziele zu verfolgen und erfüllende Beziehungen zu führen.
Kurs: Familienverstrickungen und ihre Auswirkungen
In diesem Kurs erkunden Sie, wie die Einflüsse von Eltern Ihr Selbstwertgefühl, Ihre Identität und Ihre Beziehungen geprägt haben. Gemeinsam werden Themen wie emotionale Abhängigkeiten, Bindung, gesunde Grenzen, Autorität und Leistungsdruck beleuchtet. Der Kurs bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre persönlichen Muster besser zu verstehen und neue Wege zu finden, um mit inneren Herausforderungen konstruktiv umzugehen. An 8 Abenden treffen Sie sich mit bis zu 8 Teilnehmer*innen jeweils für 2 Stunden, um mithilfe tiefenpsychologischer und gestalttherapeutischer Methoden in der Gruppe Ihre Muster zu erkunden. Der Kurs kann entweder pro Abend einzeln oder als Gesamtkurs gebucht werden.